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Frau Raya Tibawi besuchte im August 2009 Bingen

Empfang von Raya Tibawi auf dem Flughafen Hahn

Wie im Flug vergingen die drei Tage (17. bis 19. August), die sich Raya Tibawi für ihren Besuch in Bingen reserviert hatte. Schon 1 1/2 Stunden nachdem wir sie an ihrem Hotel abgesetzt hatten, war Raya wieder fit für einen ersten Rundgang durch die Stadt. Gemeinsam steuerten wir die Mainzer Str. Nr. 45 an, wo die Grosseltern mit ihren beiden Töchtern Toni und Gertrude (Rayas Mutter) gewohnt hatten. Vor diesem Haus, das gerade abgerissen wird, um überflüssigen Parkplätzen zu weichen (siehe Leserbrief v. 21. August), erinnern zwei 'Stolpersteine' an die Grosseltern Edmund und Meta Simon.
Vorbei an der ehemaligen Schule der Mutter, dem damaligen 'Institut Stae. Mariae'*, wo Gertrude Simon die Handelsschule besucht hatte, ging es auf den Rochusberg, den die Mutter so oft erwähnt hatte. Der Zufall wollte es, dass man dort gerade das 'Rochusfest' feierte, was dem Gast einen Eindruck davon vermittelte, wie man in Bingen Religiosität und Frohsinn miteinander zu verbinden weiß.
Zum Abschluss des 1. Tages machten wir einen kurzen Halt auf Burg Klopp, um von dort aus den herrlichen Blick auf das Rhein-Nahe-Eck zu genießen.
Am Morgen des 2. Tages brachte uns bei strahlendem Sonnenschein ein Ausflugsschiff nach Bacharach, vorbei an Burgen und Burgruinen, an die sich ehemalige Binger so gerne erinnern. Am Abend des 2. Tages fanden sich zahlreiche Mitglieder des Arbeitskreises ein, um beim Abendessen auf der Terrasse eines Rheinrestaurants den Gast zu begrüßen und mit Blick auf den Mäuseturm lebhafte Gespräche zu führen.
Am Vormittag des letzten Tages besuchten wir Gensingen, von wo Rayas Vorfahren ursprünglich stammen, bis der Großvater im April 1900 nach Bingen zog. An der Stelle zu stehen, an der einmal die Weinhandlung der Familie gestanden hatte, war beeindruckend, den Höhepunkt bildete ein Gang zum dortigen jüdischen Friedhof, wo wir einige Tage zuvor den Grabstein des Urgroßvaters Sigmund Simon entdeckt hatten. Raya selbst war es, die unter dichtem Efeu auch noch den Stein der Urgrossmutter Antonia Simon, geb. Kahn fand.
Bei Kaffee und Kuchen ging eine für alle Beteiligten denkwürdige Begegnung zu Ende.

 Text: Beate Goetz

* 'Institut St. Mariae der Englischen Fräulein', heute 'Hildegardisschule (siehe auch: www.higa.bildung-rp.de